UMTS treibende Kraft im Mobilfunk

Mobilfunk-Anbieter zählen auf UMTS

06-18-08

Die Mobilfunktechnologie UMTS wird für die wirtschaftlichen Aussichten der allermeisten Mobilfunk-Netzbetreiber, Service Provider und Reseller zu einer treibenden Kraft.

Als die Mobilfunktechnik der dritten Generation im Jahr 2000 durch die Versteigerung der für die Übertragung per UMTS benötigten Frequenzen an die erfolgreichen Bieter gebunden wurde ist es fraglich, inwiefern sich Vodafone, T-Mobile und andere Betreiber darüber im Klaren waren, wie weit UMTS und Mobiles Internet die nationale und internationale Mobilfunklandschaft verändern würde.

Wie es jetzt aussieht, wird UMTS und aufgesetzte Protokolle wie HSPA führend im Bereich mobiler Internetzugänge und zu einem Hauptverkaufsargument gegenüber Konsumenten, die sich über einen noch nie da gewesenen Grad an Mobilität freuen und diesen bei künftigen Mobilfunk-Produkten auch vermehrt einfordern werden.

Die Hardware-Industrie freut sich ebenfalls, da nach den Unkenrufen, die mehrfach ein Verschwinden der Hardware in der Bedeutungslosigkeit vorher sagten, eine Hardware-Spirale los getreten wurde, die mit immer kleineren und leistungsfähigen Endgeräten die Anwender zu überzeugen weiß.

Der Bereich ist inzwischen so viel versprechend, dass sich zunehmend auch Big Player aus anderen Branchen so ihre Gedanken machen, wie man denn ein Stück von großen Kuchen des mobilen Internets ab bekommen könnte. Ein Paradebeispiel hierfür ist sicherlich Apple, die mit der Einführung des iPhone auch gestandene Branchenriesen wie Nokia in Bedrängnis und Erklärungsnot brachten: Wie ist es möglich, dass ein über Jahre den Markt dominierendes Unternehmen dem Erstlingswerk eines Branchenneulings im Prinzip nichts entgegen zu setzen hat?

Die Folgen sind sowohl für die unmittelbare Entwicklung der Ab- und Umsätze als auch für das Image des größten Handy-Herstellers zum jetzigen Zeitpunkt unabsehbar. Es deutet allerdings einiges darauf hin, dass Nokia gewisse Entwicklungen im Handymarkt nicht oder nicht mit der nötigen Entschlossenheit verfolgte, die zu revolutionären oder immerhin wegweisenden Eigenentwicklungen geführt hätten – eine Nokia Internet Sparte ist erst seit kurzem im Aufbau.

Möglicherweise verhält es sich mit Handys ja so ähnlich wie mit Öl: diejenigen, die bereits sehr gute Geschäfte machen sind nicht sonderlich daran interessiert einen neuen Markt für fortschrittlichere oder alternative Produkte mit zu entwickeln. Vielmehr ist Motto der Stunde ‚Besitzstandswahrung‘ und sogar Verhinderung der neuen Technologien, welche die erreichte Position im etablierten Markt auch nur ansatzweise gefährden könnte. Um diese Hypothese auch belastbarer zu klären wäre allerdings ein genauerer Blick in die Forschungseinrichtungen von Nokia sowie deren Aktivitäten in den letzten Jahren vonnöten.

Unabhängig davon zeigen aber aktuelle UMTS Flatrate Angebote im Vergleich zu früher ganz klar wo es lang geht: es wird mehr Leistung zu transparenteren Tarif-Konditionen und unter hohem Wettbewerbsdruck zum Teil drastisch fallenden Preisen angeboten.

This entry was posted on Mittwoch, Juni 18th, 2008 at 13:43 and is filed under Telekommunikation, Wissen & News. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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