Brennholz
10-24-07
So manchem wird es in diesen Tagen warm ums Herz, denn die Medien berichten täglich über neue Hiobsbotschaften aus den Kreisen der Energieversorger. Preissteigerungen, scheinbar willkürlich festgesetzt, in ihrer Höhe für den Endverbraucher nicht nachvollziehbar, werden angekündigt.
Viele haben in den letzten Jahren vorgesorgt, haben eine Ecke des Wohnzimmers für den Holzofen geopfert und sich somit ein Stückchen Nostalgie zurück geholt.
So komfortabel auch der einfache Griff zum Thermostaten der modernen Zentralheizung ist – die Gemütlichkeit und Atmosphäre des lodernden Feuers bleibt wohl unübertroffen. Gerade in der Übergangszeit reicht diese Ofenwärme oftmals aus, das gesamte Haus auf Wohlfühltemperatur zu bringen.
Das besondere am Brennstoff ist, dass er in den seltensten Fällen frei Haus geliefert wird. Der eingefleischte Holzofen-Fan wird stets bedacht sein, selbst Hand anzulegen, den benötigten Brennstoff mit eigenen Händen aus dem Wald zu holen.
Und so wärmt das Brennholz denn gleich mehrfach. Es gilt, geeignetes Kaminholz auszuwählen, meist mit der Unterstützung des Forstamtes, versteht sich. Dann wird gesägt, geschlagen, entastet, auf Länge gebracht, aufgeladen und daheim aufgestapelt. Schweißtreibend.
Damit nicht genug. Nun beginnt die Heimarbeit. Das Brennholz will in handliche Stücke gesägt, aufgespalten und gestapelt werden, um die nächsten zwei jahre den erforderlichen Grad der Trocknung zu erreichen, denn frisch geschlagenes Holz würde den Kamin schädigen, die Umwelt belasten und letztlich auch nicht die gewünschte Heizleistung erreichen. Geduld ist gefragt.
Ist dann die Zeit gekommen, heißt es: Körbe mit Kaminholz füllen, ins Haus transportieren
- selbst im tiefen Winter wird es einem richtig warm dabei. Spätestens bei Einbruch der Dunkelheit wird dann die ganze Mühe belohnt.
Nun kann man sich zurücklehnen, die Arbeit ist getan, der Genuss ist garantiert.